Die Gefahr am Wegesrand

Da die Tage jetzt immer wärmer werden und der Sommer nun endlich nicht mehr auf sich warten lässt, steigt auch die Gefahr eines tödlichen Keimes, von dem leider die wenigsten wissen.

Botulismus – die tödliche Gefahr am Wegesrand

Virus und Viren

Botulismus ist eine Krankheit, die bei uns Menschen, Pferden oder Rindern leider gar keine Seltenheit ist. Es handelt sich hier um das Bakterium“Clostidum Botulinum“, welches einfach gesagt eine Fleischvergiftung hervorruft. Wir Menschen bekommen diese, sofern wir verdorbenes Fleisch, oder aber auch nicht fachgerecht eingekochtes Gemüse zu uns nehmen.

Diese Gefahrenquellen sind – ganz richtig gedacht, weitestgehend kontrollierbar. Da sich dieses Bakterium allerdings an anderer Stelle sehr häufig ausbreitet, macht es dies leider nicht mehr kontrollierbar. Das Bakterium vermehrt sich rasend schnell in stehendem und verunreinigtem Gewässern und Pfützen, da dort die sauerstoffarme Umgebung ideal dafür ist. Die Cloristidien breiten sich aus und es bildet sich das giftige Botulinmtoxin. Trinkt der Hund also aus dieser, besteht die Gefahr, sich damit anzustecken.

Wolf trinkt Wasser

Da dieses Bakterium ein Nervengift ist – welches übrigens mit dem Namen „Botox“ in der heutigen Schönheitschirurgie eingesetzt wird, ist es daher für den Hund besonders gefährlich. Somit lähmt dieses Gift die kompletten Muskeln des Hundes, einschließlich der Atmung und zu guter Letzt, den Herzmuskel.

Die Sympome treten meist erst Stunde später auf und werden oftmals, sofern diese Nachts auftreten bis in den frühen Morgenstunden übersehen (weshalb ich immer wieder predige – lasst euren Hund in eurem Schlafzimmer schlafen, damit bei Vergiftungen früh genug eingeschritten werden kann). Je kürzer die Inkubationszeit, desto heftiger leider die Vergiftung. Man geht ca. von 12 – 36 Stunden aus.

Das Gift führt im Anfangsstadium zu Lähmungserscheinungen in der Augenpartie. Die Augenlieder können so nicht mehr richtig geschlossen werden, der Hund kann also nicht mehr richtig zwinkern. Die ersten Anzeichen dafür können also wirklich leicht übersehen werden. Im weiteren Verlauf allerdings gehen die Lähmungserscheinungen von hinten nach vorne. Viele Hunde kommen also mit den Hinterbeinen nicht mehr hoch. Sie beginnen stark zu speicheln und nehmen keine Nahrung mehr auf, da der Schluckreflex gehemmt wird.

Eine direkte Therapie dieser Vergiftung gibt es nicht, daher ist es jedem anzuraten, im Hochsommer, sobald die Temperaturen nach oben gehen, stehendes Gewässer zu meiden. Im Winter, Frühling oder Herbst passiert in den wenigsten Fällen etwas, da die Bakterien die warmen Temperaturen benötigen um sich richtig entwickeln zu können.

Nehmt also euren Hunden immer genügend Wasser mit. Zumindest im Auto, damit sie nach dem Spaziergang genügend zu Trinken bekommen. Bei einem normalen Spaziergängen – sofern es sich nicht gerade um Bergtouren handelt, genügt es vollkommen, man gibt dem Hund danach etwas zu Trinken.

 

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2 Kommentare zu “Die Gefahr am Wegesrand

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