Silvesterangst beim Hund Teil 2

Im ersten Teil der „Silvesterangst beim Hund“ Reihe haben wir erfahren, welche Gründe es für die Angst bei unseren Hunden gibt, und wie wir als Besitzer bereits im Vorfeld dagegen vorbeugen können.

Doch wie erkennt man nun, ob der eigene Hund Angst hat?
Dies wird in Form seiner Körpersprache deutlich. Legt der Hund also seinen Ohren eng am Kopf an und geht in einer geduckten Körperhaltung mit eingezogener Rute, kann man davon ausgehen, dass er sich in einer gewissen Situation nicht wohl fühlt. Andere Hunde reagieren mit aufgestellten Rückenborsten oder gar aggressivem Verhalten, sofern sie Angst bekommen. Verkriecht er sich, oder will sogar flüchten, ist die Angst bereits vorgeschritten.

Doch wie therapiert man nun sinnvoll diese Angst?
Zu aller erst ist es wichtig, selbst gelassen zu reagieren. Die Gassirunden sollten so in die frühen Morgenstunden verlegen werden, um so der großen Knallerei aus dem Weg zu gehen.

Sofern der Hund gar zu flüchten beginnt, sofern er einen Schuss wahrnimmt, ist es unerlässlich, ihn mit einer Schleppleine und einem ausbruchssicheren Geschirr abzusichern.

Gerade für Welpen Halter empfiehlt sich immer wieder, erstmal unbeirrt weiter zu gehen, sofern es einmal knallt und sich nicht davon beirren zu lassen. Wenngleich der Welpe von klein auf lernt, dass bei einem Schuss keine Panik des Besitzers ausbricht oder er gar super viel Aufmerksamkeit nach diesem bekommt, umso gelassener wird er später damit umgehen.

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Doch auch im Haus oder der Wohnung können einige Vorkehrungen getroffen werden, damit man es dem Hund einfacher machen kann.
Das Nachsehen z.b. und nicht den Hund sich selbst überlassen, kann für viele Hunde bereits ein Segen sein. Fällt ein Schuss und fängt nun der Hund an zu bellen oder unruhig zu werden, steht man gelassen (!) auf, geht ans Fenster – sieht kurz nach und befindet sie Sache für unwichtig. Es empfiehlt sich im Vorfeld ein Wort gegen zu konditionieren, welches dem Hund signalisiert, es sei alles gut, wie z.B. das Wort „Ok“.

Das richtige Maß an Trost zu geben ist auch ein unerlässlicher Teil. Heute weiß man, dass alles, was auf einer emotionaler Ebene basiert, nicht mit Trost verstärkt werden kann! Den Hund also gar in seinem Angstverhalten zu ignorieren, oder wegzuschicken, würde seine Angst nur um ein vielfaches verschlimmern! Sucht der Hund also Körperkontakt darf und sollte dieser ihm in jedem Falle gewährt werden!

Sollte sich der Hund verkriechen wollen z.B. unter einem Tisch, sollte man dies nicht unterbinden. Bei Hunden, die sich sowieso gerne verkriechen, eignet sich das Bauen einer Höhle um dies zu erleichtern. Hier kann man, anstatt einer Hundebox auch einfach einen großen Karton nehmen und diesen mit einer Decke überziehen. Die Decke muss einen Großteil des Eingangs bedecken, sodass sich der Hund darin wohl fühlt und Schutz suchen kann. Natürlich muss im Vorfeld trainiert werden, damit der Hund keine Angst vor diesem Karton zeigt (Training entspricht dem Training einer Hundebox).

Auch kann man den Hund, sofern der Abend näher kommt, abzulenken versuchen. Zu empfehlen sind hierbei Lernspiele. Da sich der Hund auf diese konzentrieren muss und dabei auch noch Glückshormone freisetzt werden, wird er die Schüsse abgestumpfter wahrnehmen. Auch Suchspiele in der Wohnung eignen sich gut. Tv oder Radio geben eine weitere Geräuschkulisse ab, die in diesem Fall sinnvoll ist.

Das Schließen der Vorhänge oder Rollläden kann auch einen großen positiven Aspekt dazu beitragen. Da sich die meisten Hunde nicht nur vor dem Knall erschrecken, sondern vielmehr auch vor dem grellen Licht, hilft es ungemein den Raum so gut es geht von den Außenreizen abzudunkeln.

Welche anderen Möglichkeiten es noch gibt, vor allem im Bezug auf Nahrungsergänzung, Beruhigungsmassagen und wie man anderweitig dazu noch beitragen kann, könnt ihr in Teil 3 nachlesen.

—>HIER<— geht’s zu Teil 3

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